Behandlung und Bilder: Christiane Schöpe, Podologin, sektorale Heilpraktikerin Podologie, Wundexpertin ICW®
Besonders aussagekräftig ist die fotografische Dokumentation des Therapieverlaufs: Bereits nach wenigen Monaten löste sich die befallene Nagelplatte, während gesundes Nagelgewebe nachwuchs. Mit fortschreitender Behandlung nahm der Anteil des gesunden Nagels kontinuierlich zu. Nach 14 Monaten zeigte sich ein optisch unauffälliger und vollständig regenerierter Großzehennagel.
Die Erklärung
Der Therapieerfolg lässt sich nicht allein durch die antimykotische Wirkung von Kaltplasma erklären. Zwar reduzieren die im Plasma enthaltenen reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffspezies (ROS/RNS) Pilze und andere Mikroorganismen wirksam, indem sie deren Zellstrukturen und Stoffwechselprozesse beeinträchtigen.1
Gleichzeitig deuten wissenschaftliche Untersuchungen darauf hin, dass Kaltplasma bei kontrollierter Dosierung regenerative Prozesse in Haut und Nagel stimulieren kann.2,3
Gerade bei Onychomykosen ist dieser Aspekt von besonderer Bedeutung. Dermatophyten befallen keratinisierte Gewebe wie Nägel und nutzen das Keratin als Nährstoffquelle. Dabei setzen sie Enzyme frei, die Struktur und Funktion des Gewebes verändern. Entzündliche Begleitreaktionen und Schädigungen der Gewebearchitektur können die normale Differenzierung und Proliferation von Keratinozyten beeinträchtigen. In der Folge verlangsamt sich häufig das Wachstum der Nagelmatrix, sodass die Regeneration des Nagels erschwert wird.4,5,6
Kaltplasma kann diesen Prozess auf zwei Ebenen unterstützen: Zum einen wird die Erregerlast reduziert und damit eine wesentliche Ursache der Gewebeschädigung beseitigt.1 Zum anderen können niedrig dosierte ROS/RNS als biologische Signalstoffe wirken und zelluläre Reparatur- und Regulationsmechanismen aktivieren. Beschrieben werden unter anderem Effekte auf die Zellkommunikation, die Mikrozirkulation sowie die Proliferation von Keratinozyten, die für die Bildung neuer Nagelsubstanz verantwortlich sind.2,3,7
Das patentierte Dr.plajin-Verfahren von GEHWOL TECH verfolgt dabei einen besonderen Ansatz: Freie Elektronen wirken als Redoxpuffer und tragen dazu bei, das oxidative Potenzial des Kaltplasmas zu regulieren. Dadurch bleiben antimikrobielle Eigenschaften erhalten, während gleichzeitig regenerative Signalprozesse unterstützt werden.