Kaltplasma bietet hier einen Ansatz, der Therapie und Prävention miteinander verbindet. Durch seine antimikrobielle Wirkung kann es gezielt gegen pathogene Erreger eingesetzt werden, während umliegende gesunde Hautpartien geschont und sogar stabilisiert werden.
Wie wirkt Kaltplasma antimikrobiell?
Die reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffspezies im Plasma erzeugen einen kurzzeitigen oxidativen Reiz. Für Pilze, Bakterien und Viren ist dieser Reiz zellschädigend: Zellmembranen, Proteine und genetisches Material werden angegriffen, die Vermehrungsfähigkeit der Erreger wird eingeschränkt.
Menschliche Hautzellen reagieren grundlegend anders. Sie verfügen über antioxidative Schutzsysteme und nutzen den Reiz als Signal zur Aktivierung von Reparaturmechanismen, zur Verbesserung der Mikrozirkulation und zur Stabilisierung der Hautbarriere. Diese kontextabhängige Reaktion erklärt, warum Kaltplasma antimikrobiell wirken kann, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.