Das Mikrobiom der Fußhaut

Das Mikrobiom der Fußhaut


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Bild: James Thew | www.stock.adobe.com

Der Begriff „Mikrobiom“ (griechisch mikrós = klein, griechisch bios = Leben) bezeichnet die Summe aller Mikroorganismen des menschlichen Körpers, welche sich im Körper, im Darm und auf der (Fuß-)Haut befinden. Das Mikrobiom der Haut setzt sich aus verschiedenen Arten von Bakterien, Pilzen und Viren zusammen (Mikroben). Es entsteht eine Symbiose (Zusammenleben zum gegenseitigen Vorteil) zwischen dem Mikrobiom und der Haut, die eine schützende Schicht bildet.

Es lässt sich zwischen „guten“ und „schlechten“ Mikroorganismen unterscheiden. Zu einem gesunden Mikrobiom, einer gesunden Hautflora, gehört eine dichte Besiedelung mit „guten“ Mikroorganismen (Bakterien, Pilzen, Viren). Liegt ein Ungleichgewicht der Ansiedelung vor, kann es zu Hautschäden kommen. Ein gesundes Mikrobiom sorgt dafür, dass die Anzahl der „schlechten“ Bakterien so gering wie möglich gehalten wird. Der menschliche Körper ist von ca. 38 Billionen Mikroorganismen besiedelt. Die Zusammensetzung des Mikrobioms ist bei jedem Menschen so unterschiedlich und individuell, wie die DNA oder der Fingerabdruck.

 

Die richtige Pflege

Damit das Mikrobiom der Fußhaut im Gleichgewicht bleibt, ist es wichtig, eine Pflege zu verwenden, die optimal auf die Haut, ihre Bedürfnisse und Funktionen ausgerichtet ist. Eine unter diesen Gesichtspunkten optimal formulierte Pflege ist auch in der Lage, die Fähigkeiten der Haut zur Regulation des Haut-pH-Wertes und des Mikrobioms zu unterstützen. Kommt es zu einem Ungleichgewicht der Population des Mikrobioms, wird die Schutzfunktion beeinträchtigt. Krankheitserreger können in den Körper eindringen. Es kann zu einer erhöhten Hautempfindlichkeit, schnellerer Hautalterung, Elastizitätsverlust, Faltenbildung oder Entzündungen kommen.

Die Schädigung des Mikrobioms der Fußhaut kann durch übermäßige Pflege, zu häufige Nutzung von Waschgelen oder die Verwendung falscher Fußcremes entstehen, was wiederum verschiedene Hauterkrankungen verursachen kann, wie etwa Ekzeme, Neurodermitis, Rosazea oder Psoriasis.

 

Abnehmende Besiedlung von Mikroorganismen

Einer Neurodermitis liegt eine geringere Anzahl von Bakterien zugrunde. Während die Vielfältigkeit (Diversität) immer kleiner wird, vermehrt sich ein bestimmtes Bakterium sehr stark: das Staphylococcus aureus. Durch die Überbesiedelung mit diesem Bakterium wird das Spektrum des Mikrobioms immer weiter zurückgedrängt. Die Hautbarriere ist geschädigt und es kommt schneller zu Entzündungen der (Fuß-)Haut. Diese Entzündungen wiederum begünstigen die Vermehrung des Bakteriums Staphylococcus aureus.

Es gibt zwei Möglichkeiten, gegen diese Überbesiedlung vorzugehen: die Vermehrung von Staphylococcus aureus gezielt einzudämmen und die Vermehrung der nützlichen Bakterien zu fördern. Dies kann medikamentös oder durch die Verwendung bestimmter Salben erfolgen. Zudem sollte eine entsprechende Pflege der (Fuß-)Haut durchgeführt werden.

 

Physikalisch gegen schädliche Pilze

Ein anderes Beispiel ist die Therapie bei Tinea pedis: Eine topische antimykotische Behandlung ist hier unabdingbar. Dermatologen der Berufsgenossenschaft beispielsweise empfehlen den Einsatz von Ketoconazol, ein Imidazol-Antimykotikum. Dies sorgt für einen Rückgang des Pilzes Trichophyton und die Symptome verbessern sich. Ähnliche Effekte erzielt auch der Einsatz von physikalischem Kaltplasma.

Gerade bei Pilzen können präventive Maßnahmen einen Pilzbefall und damit eine Schädigung des Mikrobioms vorbeugen, unter anderem:

  • Füße interdigital gut trocknen und trocken halten.
  • Schuhe wechseln und / oder barfuß gehen, damit sich so wenige Feuchtigkeitsmilieus wie möglich bilden können.
  • Die Füße nicht zu häufig mit Seife waschen, um einen hautneutralen pH‑Wert beizubehalten. Verwenden Sie am besten basische Bäder.

Damit werden der natürliche Säureschutzmantel und das Mikrobiom der Füße unterstützt.

 

 

Unsere Autorin

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Melanie Roithner
Podologin, spezielles
Coaching für Fußpfleger/innen,
Bad Harzburg
www.podologie.land
www.podologieseminare.de